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Veilchenastrild

Grünastrild

neisna melanotis

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Veilchenastrildes erstreckt sich von Äthiopien über Somalia bis Tansania. Bevorzugter Lebensraum sind Trockenbuschsavannen. Seinen Lebensraum teilt er mit Granatastrilden und Schmetterlingsfinken

Schutzstatus:

Keiner.

Allgemeines:

Veilchenastrilde kamen erstmals 1928 nach Europa. Nennenswerte Einfuhren nach Deutschland gab es ab 1963. Die Nachzucht gelang in Europa erstmals 1957.

Geschlechtsunterschiede:

Die Weibchen lassen sich gut erkennen. Die Unterscheidungsmerkmale sind jedoch von Unterart zu Unterart verschieden. Auch die Weibchen singen.

Verwechslungsmöglichkeit:

Keine bekannt.

Lebenserwartung.

Im Durchschnitt 7 bis 10 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Die Temperaturen sollten zwischen 22° und 25°C liegen und 20°C nicht unterschreiten. Zugluft und schnelle Temperaturwechsel sind zu vermeiden. Die Tiere sind wahre Sonnenanbeter.

Sozialverhalten:

Mit Ausnahme von Schmetterlingsfinken und Granatastrilden verhalten sie sich gegenüber anderen Prachtfinken friedlich. Männchen und Weibchen haben unterschiedliche Gesänge.

Haltung:

Die Tiere sollten paarweise oder in einer kleinen Gruppe gehalten werden. Die folgenden Mindestmaße für den Käfig/Voliere sollten nicht unterschritten werden:

LxBxH in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

120 x 50 x 50

für 2 bis 4 Tiere

regelmässiger Freiflug!

Besser geeignet ist eine gut eingerichtete und grosszügig bemessene Zimmervoliere, z. B. mit den Maßen 150 x 70 x 150 cm (LxBxH) oder grösser, für 2-3 Paare. Ein Freiflug ist dann nicht erforderlich, da die Vögel ihren Bewegungsdrang in der Voliere ausleben können.

Den Tieren sollten Naturäste als Sitzgelegenheiten, Schlafkörbchen (-kästchen) und eine Bademöglichkeit angeboten werden. Die Tiere baden sehr gerne, daher sollte ihnen immer frisches Badewasser zur Verfügung stehen.

Ernährung:

Veilchenastrild benötigen ein Mischfutter aus  kleinkörnigen Hirsesorten und Glanz. Kolbenhirse, gekeimte Saaten, Grünfutter wie Löwenzahn und Vogelmiere sowie halbreife Grassamen werden gerne angefressen. Tierisches Eiweiss in Form frisch gehäuteter Mehlwürmer sowie ei- und Insektenhaltiges Weichfutter muss angeboten werden. Die Aufzucht der Jungtiere gelingt nur, wenn hochwertiges tierisches Eiweiss, am besten in Form von Lebendfutter angeboten wird. Frisches Trinkwasser muss ständig zur Verfügung stehen, ebenso wie Kalkgrit.

Zucht:

Zur Brut werden gerne Nisthilfen angenommen oder die Nester in dichtes Gebüsch gebaut. Die Balz findet fast immer auf dem Boden statt. Das Gelege umfasst 3-6 Eier, die Brutdauer beträgt 12 -14 Tage, nach 14-21 Tagen sind die Jungen flügge. Nach weiteren zwei bis drei Wochen sind sie selbständig. Bei Veilchenastrilden sind Schachtelbruten nicht selten, d.h. während das Männchen die noch nicht selbständigen Jungen ausserhalb des Nestes füttert, brütet das Weibchen bereits wieder. Oft hudern die Altvögel die Jungen nur während der ersten 5-6 Nächte. Bei zu kühlen Temperaturen können die Jungen sterben (Wärmequelle).

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

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