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Vierauge

Vierauge

Anableps anableps

Vorkommen

Atlantikküste von Honduras bis zum nördlichen Südamerika.

Wasserwerte:

pH-Wert 7-8,5; bis 30°dGH, 26 -28°C.

Maximale Länge:

 Männchen 30 cm, Weibchen eventuell noch ein wenig grösser.

Geschlechtsunterschiede:

Männchen mit deutlichem Gonopodium.

Verhalten:

Ausgesprochen oberflächenorientiert. Der Name “Vieraugenfisch” leitet sich von dem besonderen - an der Oberfläche orientierten Lebensweise angepassten - Bau der Augen ab. Das Auge ist eingeschnürt und besteht aus einer separaten oberen und unteren Hälfte, mit denen das Vierauge gleichzeitig über und unter Wasser sehen kann. Bei - vermeintlicher - Gefahr tauchen die Fische ab oder versuchen sich mit grossen Sprüngen über die Wasseroberfläche zu entfernen. Die Männchen sind untereinander recht aggressiv und liefern sich mit dem Gonopodien regelrechte Gefechte, die jedoch ohne Beschädigung bleiben und eher zum Feststellen der Rangordnung dienen.

Zucht

Gut eingewöhnte Bestände vermehren sich relativ leicht. Die Jungfische dieses matrotrphen Lebendgebärenden sind bereits knapp 4 cm gross und selbstständig. Sie sollten aus dem Zuchtaquarium entnommen und separat aufgezogen werden, bis sie etwa 10 -12 cm gross sind. Dann können sie wieder zu den Alttieren gesetzt werden.

Aquarium:

Mögliches grosse Grundfläche, mindestens 2,00m² betragen soll. Die Höhe ist weniger wichtig, 20 -30 cm reichen vollkommen aus. Wegen des früher oder später nötigen Salzzusatzes ist eine Bepflanzung kaum möglich. Sehr gute Springer, Aquarium gut abdecken.

Nahrung:

Entgegen der langläufigen Meinung kein Anflugfresser (obwohl auch Futter von der Wasseroberfläche genommen wird), sondern das Futter wird- auch anhand des unterständigen Mauls relativ gut erkennbar- überwiegend vom Boden aufgenommen. Eine Mischung aus Trocken- und Frostfutter hat sich bewährt.

Besonderheiten:

In der Natur kommt diese Art sowohl in Süß- als auch in Brack- und Seewasser vor. Jungfische können noch in reinen Süsswasser gehalten werden, für Alttiere sollte man zumindestens auf Brackwasser (10-20 g Meersalz/L) wechseln, ansonsten sind die Vieraugen sehr anfällig gegenüber Krankheiten (z.B. Fischtuberkulose).

Vergesellschaftung:

Häufig sieht man Vieraugen in ausreichend grossen Aquarien mit Strandteil mit Schlammspringern (Periophthalmus) vergesellschaftet. Auch mit anderen Brackwasserfischen wie Schützenfischen- und Argusfischen (Toxotes und Argus) ist in sehr grossen Aquarien eine Gemeinschaft möglich.

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