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Weißhaubenkakadu
cacatua alba
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Vorkommen
Weißhaubenkakadus kommen auf einigen indonesischen Inseln, u.a. den Inseln Obi, Bacan, Halmahera, Ternate und Teilen der Molukken vor. Ihr bevorzugter Lebensraum sind tropische Regenwälder und Mangroven sowie Kulturland.
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Schutzstatus:
Anhang B.
Kennzeichnungspflichtig.
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Allgemeines:
Bereits Kaiser Friedrich II (1212-1250 n. Chr.) erhielt vom Sudan von Babylon einen Weißhaubenkakadu als Gastgeschenk. Im 19. und 20. Jahrhundert wurden die Vögel recht häufig nach Europa exportiert. Zuchterfolge gelangen jedoch erst um 1960.
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Geschlechtsunterschiede:
Die Geschlechtsunterschiede sind sehr gering. Die Iris des Männchens ist schwarz, die des Weibchens rötlich. Zudem ist der schwarze Schnabel beim Männchen etwas grösser. Bei Jungtieren beider Geschlechter ist die Iris zunächst schwarz und wird anschliessend bei den jungen Weibchen graubraun.
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Lebenserwartung.
Über 50 Jahre.
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Klimatische Ansprüche:
Nachzuchtstiere sind an Zimmertemperaturen gewöhn. Zugluft und plötzliche Temperaturwechsel sind zu vermeiden. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 18° und 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60%.
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Sozialverhalten:
Die Tiere leben paarweise oder in kleinen Gruppen. Bei Erregung stellt der Weißhaubenkakadu seine eindrucksvolle Haube auf.
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Haltung:
Weißhaubenkakadus sind intelligente, neugierige und bewegungsaktive Tiere. Sie dürfen nie einzeln, sondern nur paarweise gehalten werden. Die intelligenten Tiere brauchen, um nicht zu verkümmern, täglich mehrere Stunden Beschäftigung. Handaufgezogene und frühzeitig getrennt gehaltene Einzeltiere brauchen extrem viel Fürsorge von ihrem Pfleger (mehrere Stunden täglich), da sie sonst verkümmern. Daher ist eine Einzelhaltung grundsätzlich abzulehnen. Einzeln gehaltene und nicht ausreichend beschäftigte Vögel neigen häufig zum Federrupfen.
Für die Haltung von Kakadus gibt es folgende tiergerechte Möglichkeiten:
- Untertags werden die Tiere auf einem Kletterbaum gehalten oder haben Freiflug. Die Nacht verbringen sie in ihrem Schlafkäfig bzw. Schlafhöhle.
- Haltung in einer Zimmervoliere mit den folgenden Mindestmaßen 200 x 100 x 200 cm (B x T xH) für max. 2 Tiere. Täglicher mehrstündiger Freiflug oder Haltung auf einem Kletterbaum vorausgesetzt. Die Voliere dient vor allem als Schlaf- und Rückzugsmöglichkeit.
- Optimal ist eine Außenvoliere mit einer Länge von 4- 6m, einer Breite von 2-3 m und einer Höhe von 2 m mit einem Schutzraum (Mindesttemperatur >5°C). Eine vielfältige Einrichtung ist unbedingt notwendig. Eine Beregnungsanlage ist zu empfehlen.
Die Ankettung auf einem Ständer, Bügel oder Kletterbaum ist nicht zulässig!
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Weißhaubenkakadus sind extreme Nager, daher kommen nur Gehege, Volieren und Käfige aus Ganzmetall in Frage. Die Drahtstärke muss mindestens 3mm betragen. Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Es muss entweder eine Bademöglichkeit vorhanden sein, oder die Vögel müssen regelmässig besprüht werden.
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Ernährung:
Die Nahrung von Kakadus setzt sich aus einer Körnermischung, viel Frischfutter und regelmässig tierischem Eiweiss zusammen.
- Grundfutter: Körnerfutter u.a. aus verschiedenen Hirsesorten, Glanz, Buchweizen, wenigen Sonnenblumenkernen, etwas Hanf und Weizen. Die Körnermischung darf nicht zu fettreich sein (Leberschäden). Daher sollten Nüsse, z.B. Zirbelnüsse, nur gelegentlich als Leckerbissen angeboten werden.
- Frischfutter: (Äpfel, Apfelsinen, Ebereschenbeeren u.a.), Gemüse (Möhren, Gurken, Zucchini, Sellerie, Erbsenschoten u.a.), Grünfutter (Löwenzahnwurzeln, Samenstände von Gräsern und Kräutern, diverse Wildkräuter, reichlich Zweige mit Knospen etc.) und Keimfutter.
- Tierisches Eiweiss muss regelmässig in kleinen Mengen angeboten werden (1-2/Woche).
Das Mischungsverhältnis (nach Robiller) für nicht züchtende Vögel ist~50% trockenes Körnerfutter,~25% Frischfutter und~25% Keimfutter. Dazu 1-2mal wöchentlich tierisches Eiweiss. Frisches Trinkwasser und Kalkgrit müssen ständig vorhanden sein.
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Zucht:
Die Vögel sind Höhlenbrüter. Das Gelege besteht aus 2 Eiern die 28 - 30 Tage bebrütet werden. Nach 10 -12 Wochen verlassen die Jungtiere die Bruthöhle. Nach weiteren 3-4 Wochen sind sie selbständig.
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Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!
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Buchempfehlungen:
  
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