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weißstirn messerfisch

Weißstirn - Messerfisch

Apteronotus albifrons

Vorkommen

In Südamerika sehr weit verbreitet von Venezuela bis Paraquay. Meist in mässig bis schnell fliessenden Gewässern.

Wasserwerte:

pH-Wert  6 - 7,5; bis 15°dGH, 24-28°C.

Maximale Länge:

50 cm; im Aquarium werden aber selten über 30 cm erreicht.

Geschlechtsunterschiede:

Unbekannt, möglicherweise sind laichreife Weibchen fülliger.

Verhalten:

Innerartlich relativ aggressiver Fisch. Gegenüber anderen Fischen, die zu gross sind, gefressen zu werden, oft friedlich. Bislang wurde aber schon mehrfach beobachtet, das A. albifrons anderen Fischen die Augen herausbeisst. Da er die lauernd aus einem Versteck macht (übrigens tagsüber, nicht etwa in der Dämmerung oder nachts), fallen ihm durchaus auch die Augen schneller Fische wie Salmler zum Opfer. Dieses Augenfressen tritt nur sporadisch auf, er ist nicht bekannt, unter welchen Bedingungen es ausgelöst wird.

Zucht

Gelingt sicher nur in sehr grossen Aquarien. Ein Pärchen sondert sich ab und verteidigt ein aus einer Höhle bestehendes Revier vehement gegen Artgenossen, aber auch gegen andere Fische. Die bis etwa 200 klebenden Eier werden von beiden Partnern bewacht. Nach etwa 14 Tagen schlüpfen die Jungfische, die wahrscheinlich gut mit Artemia-Naupien aufzuziehen sind. Die meisten importierten Weißstirn- Messerfische stammen wohn aus Teichzuchten.

Aquarium:

Mögliches gross, 1,5 m Kantenlänge sind das Minimum. Aus Wurzeln etc. müssen mehrere Unterstände als Verstecke gebildet werden. Pflanzen werden nicht behelligt.

Nahrung:

Vor allem Lebendfutter, nach Eingewöhnung auch Frostfutter. Diese Messerfische können so zahm werden, dass sie aus der Hand fressen und so gezielt, etwa mit Regenwürmern, gefüttert werden können.

Besonderheiten:

Die Messerfische dieser Ordnung bauen alle ein elektrisches Feld um sich auf, mit dem sie sich zum einen auch in absoluter Dunkelheit orientieren können, zum anderen ihre Geschlechtspartner finden. Messerfische können recht alt werden, für diese Art sind mindestens 16 Jahre verbürgt.

Vergesellschaftung:

Nur mit anderen grossen Fischen möglich, die selbst nicht sonderlich aggressiv sind, aber die gelegentliche Territorialität dieses Messerfisches vertragen.

Ähnliche Arten:

Durch den fehlenden weissen Schwanzstiel ist das etwas kleiner bleibende Apteronotus leptorhynchus leicht zu unterscheiden. In die Verwandtschaft gehören auch die Messeraale (Gymnotidae), die teilweise sehr kontrastreich gefärbt sind, aber recht gross werden können (50-60 cm) und räuberisch leben. Ebenfalls ein Verwandter ist der Elektrische Aal, Electropus delctricus, einziger Vertreter der Familie Electophoridae, der sehr schmerzhafte elektrische Schläge austeilen kann und sich mit einer Länge von bis zu 2,5 m Länge nur für Schauaquarien eignet.

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