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Wellenastrild

Wellenastrild

Estrilda astrild

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Wellenastrildes erstreckt sich über fast das ganze zentrale und südliche Afrika. Auf vielen Inseln, z. B. Mauritius, Seychellen und St. Helena wurde er eingebürgert. Er ist in allen Lebensräumen mit Ausnahme der Wüste und des geschlossenen tropischen Regenwaldes anzutreffen. Der Wellenastrild ist ein Kulturverfolger.

Schutzstatus:

Anhang C.

Allgemeines:

Wurde wahrscheinlich schon zu Beginn des 18 Jahrhunderts nach Europa eingeführt und früh nachgezüchtet. Ab 1950 wurden die Vögel auch in Deutschland gehalten. Die Unterarten sind nur sehr schwer voneinander zu unterscheiden. Der Wellenastrild ist der bevorzugte brutparasitisch genutzte Prachtfink der Dominikaner Witwe (Vidua macroura).

Geschlechtsunterschiede:

Die Weibchen mancher Unterarten lassen sich kaum von den Männchen unterscheiden. Generell lässt sich sagen, dass die Weibchen etwas matter gefärbt sind und einen schwächer rotgefärbten Bauchfleck haben. Jungvögel haben einen schwarzen Schnabel.

Verwechslungsmöglichkeit:

Keine bekannt.

Lebenserwartung.

Über 10 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Wellenastrilde sind aufgrund der langen Domestikation gut an unser Klima angepasst. Temperaturen zwischen 20° und 24°C werden problemlos vertragen. Temperaturen unter 15°C, Zugluft und schnelle Temperaturwechsel sind jedoch zu vermeiden.

Sozialverhalten:

Wellenastrilde schliessen sich ausserhalb der Brutzeit zu grösseren Schwärmen zusammen. Da Wellenastrilde sehr friedlich sind, ist auch eine Vergesellschaftung mit anderen Prachtfinken mit ähnlichen Ansprüchen an die Haltung möglich. Die Schlafplätze befinden sich meistens nur 5- 20 cm über dem Boden in dichten Büschen.

Haltung:

Wellenasrilde sollten nie allein, sondern immer paarweise oder in einer kleinen Gruppe gehalten werden. Folgende Mindestmaße für den Käfig/Voliere sollten dabei nicht unterschritten werden:

LxBxH in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

80 x 40 x 60

80 x 80 x 60

für 2 Tiere

 für 4 -6  Tiere

regelmässiger Freiflug!

Besser geeignet ist eine gut eingerichtete und grosszügig bemessene Zimmervoliere, z. B. mit den Maßen 150 x 70 x 150 cm (LxBxH) oder grösser, für 2-3 Paare. Ein Freiflug ist dann nicht erforderlich, da die Vögel ihren Bewegungsdrang in der Voliere ausleben können.

Den Tieren sollten Naturäste als Sitzgelegenheiten, Schlafkörbchen (-kästchen) und eine Bademöglichkeit angeboten werden.

Ernährung:

Wellenastrilde benötigen ein Mischfutter aus kleinkörnigen Hirsesorten und Glanz. Kolbenhirse, gekeimte Saaten, Grünfutter wie Löwenzahn und Vogelmiere sowie halbreife Grassamen werden gerne angenommen. Tierisches Eiweiss in Form von lebenden Insekten, frisch gehäuteter Mehlwürmer sowie ei- bzw. insektenhaltigem Weichfutter kann gelegentlich angeboten werden. Die Aufzucht der Jungtiere gelingt nur, wenn hochwertiges tierisches Eiweiss, am besten in Form von Lebendfutter, angeboten wird. Frisches Trinkwasser muss ständig zur Verfügung stehen, ebenso wie Kalkgrit. Futter wird bevorzugt in Bodennähe oder direkt vom Boden aufgenommen

Zucht:

Zur Brut werden gerne Nisthilfen angenommen oder die Nester in dichtes Gebüsch gebaut. Während der Balz bietet das Männchen dem Weibchen Halme an (Halmbalz). Das Gelege umfasst 6-10 Eier, die Brutdauer beträgt 11 -14 Tage, nach 16 -21 Tagen sind die Jungen flügge. Nach weiteren zwei bis drei Wochen sind sie selbständig.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlungen:

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